Étape 16 — Etappe 16

Schoenau — Neuf Brisach: 37km
toujours en grande partie le long du canal. Nous dormons dans un camping génial ! Merci, Siglinde und Wolfgang, pour le tuyau.
weiter zum Großteil entlang des Kanals. Wir übernachten heute auf einem fahrradfreundlichen Campingplatz. Danke, Siglinde und Wolfgang, für diesen Tipp!

Premier gros souci de matériel : la remorque cargo nous a lâchés. Mais nous avons vite trouvé un remplacement. Merci, Sven!
Erster großer Materialschaden: der Transporthänger hat den Geist aufgegeben. Aber wir haben schnell einen guten Ersatz gefunden. Danke, Sven!

Étape 15 — Etappe 15

Erstein — Schoenau: 31km
avec des ragondins dans le canal et un beau petit camping où nous avons profité d’un étang et d’un feu pascal offert par notre voisin (« En Allemagne, les enfants doivent avoir un feu pour Pâques ! » Bon, ben d’accord. Merci !).
mit Nutrias im Kanal und einem schönen kleinen Campingplatz, auf dem wir in den Genuss eines kleinen Badeteichs und eines
vom Nachbarn geschenkten Osterfeuers kommen konnten (« Bei uns in Deutschland müssen Kinder ein Osterfeuer kriegen! » – Na gut, danke!).

Une super journée à Strasbourg

Aujourd’hui, c’était une journée plaisir : découverte de Strasbourg pour les enfants avec Cathédrale, Petite France et son pont tournant, La Brasseur, Planetarium avec une intervention super autour du ciel de printemps (on a hâte d’observer les Lyrides !), et goûter / apéro avec de vieux amis à l’Orangerie. Que demander de plus !?

Heute war einfach ein gemütlicher Tag: Die Kinder haben Straßburg mit ihrem Dom, der Petite France und seiner Drehbrücke, dem Brasseur entdeckt. Wir waren dann im Planetarium für einen sehr interessanten Vortrag über den Frühlingshimmel (Wir freuen uns schon auf die nächsten Sternschuppen!). Zum Schluss ein Bierchen und etwas zum Knabbern mit alten Freunden im Park der Orangerie.

La journée ne s’annonçait pourtant pas que facile après une soirée très mouvementée et une nuit écourtée, l’obligation de faire assermenter la signature de papiers de notaires dans la journée (l’achat de Magny avance !)…

Der Tag schien zunächst erst gar nicht so gut anfangen zu wollen: schweres Einschlafen und kurze Nacht, Beglaubigung der Papiere für die Gründung der Gesellschaft (der Kauf des Schlosses rückt näher!) …

Mais tout nous a souri: le brasseur du Brasseur a expliqué son métier au enfants, dégustation d’orge malté et nous sommes même repartis avec de quoi semer dans le Beaujolais vert! La dame de la mairie de quartier nous a fait les tampons mais aussi scanné les papiers en échange du service rendu à un pauvre monsieur tombé devant la mairie: il est reparti avec un zoo sur les doigts : un pansement tigre, un panda, un autre oursons… 😉

Letztendlich aber hat der Tag uns seine Sonnenseite gezeigt: Der Brauer im Restaurant Le Brasseur hat den Kindern seinen Beruf erklärt und ihnen Gerstenmalz als Korn zum Probieren gegeben und sogar ein paar Körner Brauergerste mitgegeben, damit wir es im Beaujolais Vert pflanzen können. Die Angestellte im Rathaus hat uns die Stempel auf die Dokumente gedrückt, aber sie hat sie zusätzlich noch gescannt, während wir unsere Hilfe angeboten haben einen zuvor gefallenen Mann zu versorgen. Er ist mit einem Zoo auf seinem Finger gegangen: auf einem Pflaster war ein Tiger, auf einem anderen ein Panda, und noch einer mit Bärchen … 😉

Bref: Merci la vie ! So schön kann das Leben sein!

Étape 13 — Etappe 13

Rountzenheim — Niederhausbergen: 44 (quarante-quatre, vierundvierzig) km, davon // dont
– 38 km sur l’EuroVélo 15 mais // auf der EuroVelo 15, aber
– 30 km en bordure ou sur la route : à éviter absolument // neben oder auf der Straße: gar nicht zu empfehlen 😦
– 44 km sans tricher cette fois // diesmal ohne zu schummeln,
Repas pique-nique dans un petit coin de nature avec observation des petites bêtes. // Picknick zu Mittag auf einem Stückchen Wiese mit Beobachtung der Tierwelt.

La « Piste des Forts », des très fort(e)s même après cette piste d’effort.

NB: Adriel a donné ses premiers coups de pédales hier à Rountzenheim! Encore un peu d’entraînement et on sera cinq en selle.
PS: Adriel hat gestern zum ersten Mal in Rountzenheim in die Pedale getreten! Nicht mehr lange und wir sitzen alle fünf im Sattel!

Étape 11 — Etappe 11

Malsch – Iffezheim: 19km
via Rastatt*
température extérieure // Außentemperatur: ~5 °C + vent du nord // Nordwind
* pour les Stacho et Cie. qui ont fait le voyage en Pologne en 2006: ça ne vous rappelle rien?
* pour Kira: Wir sind vor dem Restaurant am Schlossgarten in Rastatt entlanggefahren, wo du zum ersten Mal Elinor in den Armen hattest. Sie war damals nur wenige Wochen alt. Elinor war total berührt, das zu erfahren! Kleine Seitennotiz: Dort hast du uns auch damals von einem jungen Mann erzählt, der heute dein Ehemann ist. 🙂 ❤

Vor der Fahrt am Morgen // Avant de partir le matin … bêêh

Étape 10 — Etappe 10

Weingarten – Malsch: 32km
via Karlsruhe-Durlach & Ettlingen (dort hat Adriel leider ein Eis verpennt … als Entschädigung durfte er neben dem Fahrer auf dem Traktor fahren // malheureusement pour Adriel il dormait pendant la glace mais il a eu droit à un tour de tracteur à côté du chauffeur!)

Étape 9 — Etappe 9

Germersheim –> Weingarten

35km, davon / dont

  • 0.2km en ferry // mit der Fähre,
  • 16km escortés par deux superbes Vélo Mobiles // mit einer Eskorte von zwei Vélo Mobiles,
  • 3km en bordure de route désagréables // an oder auf einer stark befahrenen Straße,
  • 0.2km digne d’un « hors catégorie » en arrivant à Weingarten // mit einer Höllensteigung in Weingarten: Katzenberg.

 

Puis, après quelques malentendus autour de notre arrivée au premier wwoofing, premier repas dans la cuisine extérieure avant la première nuit en toile de tente. // Dann, nach einigen Missverständnissen um unser Ankommen beim ersten Wwoofing, erstes Abendessen in der Sommerküche gefolgt von der ersten Nacht im Zelt.

Solawi Mainz

Bei unserem Aufenthalt auf dem Layenhof vor einer Woche hatten wir das Glück, Jan kennenzulernen, der dort mit Elisa und ihrem gemeinsamen Sohn Jona im gleichen Haus wie Clara und Michi lebt. Mit ihnen haben wir schöne Momente verbracht. Jan arbeitet seit der Gründung vor vier Jahren als Gärtner für die Solawi Mainz e.V. Wir haben von ihm letzten Sonntag eine private Führung bekommen, und so Einblick in das Konzept im Allgemeinen und in das Projekt in Mainz im Besonderen erhalten.

Aber erstmal: Was ist Solawi? Das Akronym steht für solidarische Landwirtschaft. Jede Woche kriegen die Mitglieder des Vereins gegen einen monatlichen Betrag Obst und Gemüse, die lokal angebaut sind. Der Anteil dient also dazu, gute Produkte zu finanzieren, aber auch die Mittel und/oder Methoden ihrer Produktion, so dass die Landwirte in ihrer Arbeit und Leben unterstützt sind, indem sie mit regelmäßigen Einkommen rechnen können.

In den letzten Jahren sprießen die Solawis in Deutschland, aber keine ist der anderen wirklich gleich, denn Größen, Arbeitsweisen, Administration, Entscheidungsprozesse werden lokal ausgewählt.

Nun aber einige Worte über Solawi Mainz. Der Verein wurde 2015 von 10 Parteien (1 Partei = 2 Erwachsene) gegründet, damals mit 1500 m² bewirtschaftetem Land. Heute sind schon vier Gärtner angestellt, die im Team mit einer Wochenarbeitszeit von je 26 Stunden für 117 Parteien arbeiten, um auf 3 Hektar Gemüse anzubauen. Davon werden nur 2.2 aktiv benutzt, der Rest wird mit Gründünger bepflanzt, um die Erde anzureichern. Eine unglaubliche Entwicklung, oder!?

Die Angestellten arbeiten nur in der Woche, am Wochenende kommen dafür freiwillige Mitglieder, die die von den Gärtnern in einem Heft detaillierten Aufgaben übernehmen, um die Arbeit stetig weiterzuführen. Die Mitglieder haben auch die Verantwortung, sich um die gleichmäßige Verteilung des in der Woche geernteten Gemüse zu kümmern. Diese auf dem ersten Blick einfache Aufgabe fällt schließlich schwieriger aus und hat ab und zu dazu geführt, dass am Ende der Verteilung einige Gemüsesorten knapp waren. Da muss das Team also schon wieder sehr klare Ansagen machen, damit jeder weiß, ob nach Gewicht, Größe oder Anzahl gemessen wird.

Ein besonderer Aspekt in Mainz ist der Folgende: Der Verein ist gleich doppelt solidarisch, denn die Angestellten erhalten nicht nur ein festes Monatsgehalt und die diversen Kosten werden von den Beiträgen der Mitglieder getragen, sondern auch der Monatsbeitrag ist unausgeglichen. Wie bitte? Damit sich möglichst viele Haushalte gutes Gemüse in Bioqualität leisten können (das Biosiegel kostet an sich so viel Geld, dass es nicht beantragt wurde), kann der Beitrag von jedem Mitglied selbst entschieden werden. Während der Jahresvollversammlung wird eine Schätzung der Kosten des folgenden Jahres präsentiert. Jedes Mitglied schreibt dann auf einen Zettel mit Namen den Beitrag, den er in der Lage oder bereit ist zu zahlen. Diese Angabe ist bindend und wird eingesammelt. Solange die Summe der Beitragsvorschläge die geschätzten Kosten nicht deckt, wird der Vorgang wiederholt. So kann ein finanziell schwacher Haushalt weniger Beitrag zahlen als ein finanziell starker und doch von guten, lokalen und gesunden Erzeugnissen profitieren. Wir fanden diese Vorgehensweise besonders positiv und wollten es mit euch teilen. Fakt ist immer noch sehr oft, dass sich heutzutage nicht jeder frische Bioprodukte leisten kann, was zur gesellschaftlichen Spaltung beiträgt. Solche Initiativen, die doppelt solidarisch und gemeinschaftlich sind, müssen mehr Gehör finden!

Seit gestern sind wir in Weingarten, wo wir der Familie Gärtner (im Ernst!) beim Anbau von Gemüse in hier ansässigen Solawi helfen werden. Anderer Ort, andere Arbeitsweise. Darüber berichten wir nächste Woche!