Kommunität Beuggen

Vor unserer Abfahrt hatten wir schon einen Umweg über den Bodensee vor und auf dem Weg dahin die Kommunität Beuggen angeschrieben, um sie besuchen zu dürfen. Die Kommunität besteht schon seit 13 Jahren. Wir hatten gehofft, mehr über ihre Genese und ihre alltägliche Organisation zu erfahren und selbst bei einer wegen katastrophaler Wettervorhersage frühzeitiger Abfahrt hat sich unser Besuch auf jeden Fall gelohnt!

Viel müsste gesagt werden, um vollständig zu sein (unser Bericht an den MagnyÉth’ ist 12 Seiten lang), aber hier will ich das hervorheben, was uns am meisten interessiert und überzeugt hat: die Solidarität aber auch und ganz besonders das gemeinsame Ziel, das als feste Basis eines Strebens nach Zusammenhalt fungiert.

Fangen wir mit der Solidarität an:

– Damit selbst ein Haushalt ohne Anfangskapital zu der Kommunität gehören kann, haben ihre Mitglieder ein System untereinander entwickelt, bei dem diejenige die mehr besitzen, denjenigen, die das nötig haben, privat Geld ausleihen.

– Einige Kosten werden für soziale Fairness je nach Einkommen geteilt.

– Die Mitglieder teilen sich natürlich den Wohnort, aber sie organisieren auch den gemeinsamen Einkauf der Lebensmittel bei biologischen Landwirten und Geschäften, damit alle von der biologischen Nahrungsqualität zu kleinen Preisen profitieren können, was große Einkäufe erlauben.

– Gäste wie wir zahlen den gleichen Tarif wie die Bewohner und dürfen sich genauso wie sie aus der Vorratskammer ihre biologischen Nahrungsmittel holen und können vor Ort einige Zeit verbringen mit abnehmenden Preisen je nach Aufenthaltsdauer. Dies ist zum Beispiel der Fall einiger Gäste, die religiöse Retreats bei der Kommunität machen, vor Ort neue Energie tanken oder in schwierigen Lebenszeiten Hilfe suchen.

Die Außenbedingungen sind nun ungefähr beschrieben, so dass wir dasjenige wiedergeben können, das uns am meisten überzeugt hat, Pascal und mich, im Hinblick auf unserer Arbeit im Lenkungskreis für MagnyÉthique: die Notwendigkeit des gemeinsamen Ziels und des Zusammenhalts der Gruppe! Momentan besteht die Kommunität aus 6 Haushalten, das heißt aus 10 Erwachsenen und 9 Kindern. Drei Familien sind seit der Gründung Teil des Projekts, und selbst wenn das Leben für Abwechslung gesorgt hat, kann man schon von einer auf der gesamten Dauer relativ stabile Gruppe sprechen. Beständigkeit und Ausdauer des Projektes, die von vielen beneidenswert sind, und nach deren Gründen wir haben versucht zu forschen, um diese Lehre zu unseren Gunsten zu nutzen.

Das erste, was uns in dieser Hinsicht aufgefallen ist, ist das klare und starke gemeinsame Ziel, das die Gruppe zusammenbringt. Alle sind sehr gläubig, christlicher Konfession. So sind sowohl Katholiken als Protestanten in der Gruppe, die auch noch Orthodoxen, Anglikaner oder Kopten z.B. annehmen würde. Sie sind alle gläubig und leben ihren Glauben im Alltag und engagieren sich auch mit sozialen oder therapeutischen Berufen für mehr Gerechtigkeit und Solidarität in der Gesellschaft. Sie veranstalten Messen oder religiöse Feier, Camps für Jugendliche oder Familien mit ökumenischem Gottesdienst, damit alle gemeinsam ihren Glauben trotz ihrer Unterschiede erleben können. Dieses Hauptziel ist also das, was die Bewohner der Kommunität Beuggen bewegt.

Aber um dieses Ziel zu erreichen trotz aller Differenzen, die in einer Gruppe bestehen, haben die Mitglieder dieser Gruppe schnell die Überzeugung gehabt, dass sie sowohl an der Gruppe als auch an sich selbst arbeiten müssen, und dass beides eng miteinander verbunden ist. Daher gibt es verpflichtende und sehr regelmäßige und geführte Sitzungen (alle sechs bis acht Wochen), die dazu dienen, Spannungen auszudrücken und somit Konflikten vorzubeugen, die aus Unausgesprochenem entstehen können. Manchmal wählt die leitende Person ein Thema aus dem Bereich des gemeinsamen Lebens um die Diskussion zu führen, manchmal nicht. Zusätzlich bildet sich die Gruppe in gewaltfreier Kommunikation aus, hat an Enneagramm-Schulungen teilgenommen, usw. Es wird daher sehr darauf geachtet, dass Individuum und Gruppe gut zusammenspielen. Und es scheint, dass dies zur Langlebigkeit dieser Gruppe beigetragen hat.

Wir wussten selbstredend, dass der letzte Punkt grundlegend ist, aber die Bestätigung von Menschen zu erhalten, die es seit zwölf Jahren alltäglich erleben und die uns dazu ermutigen, das Zwischenmenschliche vor die Planung zu stellen, unterstreicht auch die Notwendigkeit, relevante vom Lenkungskreis vorgesehene Punkte zur Gruppenbildung vorzuziehen. Ein besonderes Dankeschön geht an all diejenigen, die uns in Beuggen empfangen haben und die unsere Fragen bereitwillig beantwortet haben, auch wenn sie manchmal aufdringlich und weitgreifend waren.

Étape 32 — Etappe 32

Bernwiller – Manspach – Retzwiller: 18.5 km

Les tout premiers kilomètres à cinq le long du canal!
Die allersersten Kilometer zu fünft am Kanal!

Arrivée dans le jardin de Fabrice à Manspach, Maraîchage sur Sol Vivant, une semaine prometteuse d’enseignements !
Ankunft in Fabrices Garten in Manspach, Gemüseanbau auf ledendem Boden, die Woche hier verspricht uns viel!

Adriel: Étape 1bis – Etappe 1*

À l’occasion d’une belle balade autour de Bernwiller, Adriel s’est mis à pédaler, pédaler… On ne pouvait plus l’arrêter ! Le regard au loin, il garde le cap à présent et file tel un petit bolide ! Malgré la vitesse, nous n’avons pu éviter l’orage. Mais tant pis, rien ne peut gâcher un tel bonheur !
Während eines schönen Spazierganges um Bernwiller hat Adriel richtig angefangen zu radeln, radeln… Er war nicht mehr aufzuhalten! Den Blick nun immer nach vorne gerichtet, fährt er gerade und schnell wie der Blitz. Trotz höher Geschwindigkeit konnten wir den Unwetter nicht entgehen. Aber was soll’s? Nichts kann so ein Glück aufhalten!

Étape 31 — Etappe 31

Kembs — Bernwiller: 40km

Réveillés d’abord par la pluie qui s’est vite arrêtée, rendormis dans un concert de chants d’oiseaux, nous prenons au vrai réveil le petit déjeuner dans la nature. Est-ce que ces traces ont déjà été là hier ? Probablement pas. Alors, les sangliers et marcassins nous ont rendu visite cette nuit ? Nous n’avons rien entendu en tout cas.
Nous quittons la forêt de la Hardt sur une piste cyclable excellente et nous engageons sur le canal du Rhin au Rhône que nous retrouvons ici et que nous quittons momentanément à Mulhouse. En rentrant dans la ville, une voiture sort de son parking sans regarder et a failli renverser un de nos enfants. Je hurle, le conducteur s’arrête mais ne s’excuse pas. Nous continuons, prenons notre repas sur la place du temple et allons prendre un dessert. La glace est succulente, et nous discutons bien avec le propriétaire. Il nous a bien remonté le moral après l’incident — si tu lis ces mots, merci !
Nous repartons le long du canal. Une écluse en panne nous permet de discuter avec un couple qui fait l’EuroVélo 6 de Nantes à la Mer Noire, un peu plus loin nous discutons avec une famille allemande. Elle nous demande si c’est nous qu’un monsieur à vélo de course cherchait … Nous ne saurons que le lendemain que c’était notre hôte, Rolznd, venu à notre rencontre. 😉 Après une piste bien caillouteuse et cabossée que le GPS nous a malheureusement choisie, nous arrivons chez Cécile et Roland où nous sommes magnifiquement bien accueillis. Une pause bien méritée.

Der Regen weckt uns kurz auf, dann ein Vogelkonzert, bevor wir schließlich mitten in der Natur frühstücken. Waren diese Spuren schon gestern da? Wahrscheinlich nicht. Haben uns heute Nacht Wildschweine und Frischlinge besucht? Wir haben jedenfalls nichts gehört.
Wir verlassen den Hardt-Wald auf einem exzellenten Radweg und treffen einen alten Bekannten, den Rhein-Rhône-Kanal, wieder, den wir kurzzeitig in Mühlhausen verlassen. Als wir in die Stadt fahren, verlässt ein Fahrzeug den Parkplatz und hätte fast eines unserer Kinder umgefahren. Ich schreie er kriegt sich kaum ein, der Fahrer hält kurz an, aber entschuldigt sich nicht. Wir fahren weiter, essen auf dem Platz des Tempels und holen uns einen Nachtisch. Das Eis ist sehr lecker, und wir tauschen uns mit dem Besitzer aus. Er hat uns wieder aufgemuntert — falls du dies liest (auch auf Deutsch), danke!
Wir fahren wieder am Kanal. Eine kaputte Schleuse ermöglicht es uns mit einem Ehepaar reden, das gerade auf der EuroVelo 6 auf dem Weg von Nantes zum Schwarzen Mer ist, und etwas weiter mit einer deutschen Familie. Ob uns ein Herr auf einem Rennrad suche … Wir verneinen. Erst am nächsten Tag werden wir erfahren, dass das unser Gastgeber war. 😉 Nach einer Steine- und Schotterpiste, die uns leider vom Navi ausgesucht wurde, erreichen wir unser Ziel bei Cécile und Roland, wo wir herzlich empfangen werden. Eine wohl verdiente Pause.

Étape 30 — Etappe 30

Rheinfelden (D) — Kembs (F): 35km, via Basel // Bâle

ou: Du bar au bivouac
oder: Von der Bar ins Biwak

Le matin, je sors les vélos et découvre un rayon cassé chez Katia. Que faire ? J’appelle vite un réparateur à Rheinfelden : négatif, pas possible avant le lendemain. Franchement … L’autre dans le village voisin qui est sur notre route du jour n’est pas joignable par téléphone. Alors, tout ou rien, on y va. En pédalant, nous nous demandons si c’est la roue voilée qui avait posé le problème sur la route en descente il y a quelques jours … Possible. Avant d’arriver, nous devons passer un petit tunnel sous les rails de train. Et quand nous disons petit, ça veut surtout dire : étroit comme un vélo avec deux sacoches et pile une remorque, et tellement bas que les vélos ont failli ne pas passer (et nous non plus). Nous arrivons chez le monsieur qui sort de son magasin, répare le rayon en deux temps trois mouvements et nous souhaite un bon voyage. C’est ce que nous appelons un bon service.
Passage par Bâle. Sachez qu’il est interdit de traverser un passage piéton en roulant. C’est tout du moins ce que nous dit un monsieur suisse peu après nous avoir vus traverser ainsi. Il est certainement aussi interdit de garer les vélos en dehors des carrés de parking dessinés par terre, mais le carré est plein et nous avons tellement envie de nous payer une glace (qui était un frozen yoghurt) en Suisse que nous le faisons quand même. Sans suites.
Nous traversons la frontière paisiblement pour nous retrouver en France. Troisième pays aujourd’hui ! Nous passons plein de parcs de jeu (et nous nous demandons si un guide EuroVélo en famille qui recense les parcs de jeu existe …), longeons le canal de Huningue avant de nous engager dans la forêt de la Hardt où nous allons bivouaquer. Il y a certes des traces d’animaux par terre, mais nous nous mettons un peu à l’écart et tentons l’aventure, faisons une bonne soupe d’orties et lierre terrestre qui nous réchauffe, un petit feu (dans les règles de l’art, s’il vous plaît), montons les tentes et allons nous coucher.

Am Morgen entdecke ich an Katias Fahrrad einen Speichenbruch. Was nun? Schnell rufe ich einen Fahrradhändler in Rheinfelden an. Nichts zu machen, erst am nächsten Tag. Kaum zu glauben. Im Nachbarort gibt es noch einen, der auf dem heutigen Weg ist, jedoch beantwortet er den Anruf nichts. Dann heißt es alles oder nichts, wir fahren los. Während wir fahren, fragen wir uns, ob das eiernde Rad nicht für das Ins-Schleudern-Kommen des Hängers verantwortlich ist. Bevor wir ankommen, müssen wir durch einen kleinen Tunnel. Klein heißt da aber: schmal wie ein Fahrrad mit Seitentaschen und genau einem Hänger und so tief, dass die Fahrräder fast nicht durchpassen. Wir kommen bei dem Fahrradmann an. Er kommt schon aus seinem Laden, repariert die Speiche im Handumdrehen und wünscht uns eine gute Reise. Das nennen wir einen super Service.
Abstecher nach Basel. « Es ist verboten, in der Schweiz mit dem Velo über den Zebrastreifen zu fahren. » O-Ton eines Schweizers, der uns darüber aufklärt, da er uns gerade genau das hat machen sehen. Wahrscheinlich ist es auch verboten, die Fahrräder neben dem auf den Bürgersteig gemalten Kästchen zum Abstellen des Fahrrads abzustellen, aber das Kästchen ist voll und wir wollen ein Eis in der Schweiz (letztendlich ein Frozen Yoghurt), also machen wir es trotzdem. Ohne Folgen.
Wir überqueren die unscheinbare Grenze nach Frankreich. Das dritte Land heute! Wir kommen an vielen Spielplätzen vorbei (und fragen uns, ob es einen Führer für EuroVelo-Routen für Familien gibt, in der alle Spielplätze aufgezeichnet sind …), fahren den Hüninger Kanal entlang, bevor wir in den Hardter Wald fahren, wo wir unser Biwak aufschlagen werden. Wir finden zwar einige Tierspuren auf dem Boden, aber wagen es dennoch, machen eine leckere, uns wärmende Suppe, dazu ein kleines Feuer (ordnungsgemäß wie es sich gehört), stellen die Zelte auf und gehen schlafen.

Étape 29 — Etappe 29

Wallbach (CH) — Rheinfelden (D): 21km

Abfahrt nach einer fotografischen Traumreise von der Schweiz nach Tibet und zurück. Wir fahren durch einen Wald am Rheinufer mit mehreren Grillplätzen (mit vorhandenem Holz) und -hütten und bekommen Lust, ein Biwak zu machen … Aber wohl nicht in der Schweiz. Nach einer längeren Pause im City-Park in Rheinfelden (CH) geht’s durch die schöne Altstadt nach Rheinfelden (D). Nun schlafen wir in der ehemaligen Bar unseres Gastgebers. der die Kinder noch zu einer Bootsfahrt auf dem Rhein eingeladen hat. 🙂

Après avoir fait un voyage incroyable de la Suisse au Tibet aller-retour à travers un album photo, nous avons pris la route pour une étape plus courte, entre Rhin et forêt. Nous sommes passés à côté de beaux aménagements dans la nature avec BBQ (et le bois qui va avec !), bancs et cabanes. De quoi nous donner envie de bivouaquer ! Mais ce ne sera pas en Suisse que nous avons quittée aujourd’hui après une longue pause dans le City-Park de Rheinfelden (CH) et la traversée de la vielle ville pour arriver dans à la ville du même nom mais côté allemand. Nous passons la nuit dans un ancien bar dont le propriétaire a emmené les enfants faire un tour de bateau sur le Rhin : trop bien !

Étape 28 — Etappe 28


« Nous sommes au pays du Grüezi ! »* (sic Elinor) — « Wir sind im Grüezi-Ländli. »

* pour bien prononcer, n’oubliez pas de rouler le R et de le dire lentement avec une voix qui fait des vagues (ou des montagnes)

Tiengen — Wallbach (CH): 44.4 km

Grüezi ! Les pistes cyclables suisses en bordure de route passante avec camions, un peu flippantes quand même… Mais notre départ très matinal (7h15) nous a permis de prendre le temps de voir de beau coins, dont le petit village de Laufenburg. Heureusemet que nous avons l’humour suisse, car « Rire, c’est bon pour la santé! »
Grüezi! Die Velostrassen in der Schweiz waren heute voll mit Camions, das hat uns ganz schön Angst gemacht. Bevor die Sonne hinter den Alpen erschienen war (7:15 Uhr), waren wir schon auf den Velos und hatten Zeit die Schweiz und ihren deutschen Nachbar zu erkunden, unter anderem das Städtli Laufenburg (in der Schweiz, natürlich). Zum Glück haben wir Schweizer Humor, denn Lachen ist gut für die Gesundheit. Uf Wiederseh!

Étape 27 — Etappe 27

Lotstetten — Tiengen: 37km
À nouveau des passages de frontière entre Allemagne et Suisse fréquents.
Une grosse frayeur dans une très grosse descente à cause de la pression trop forte de la remorque sur le vélo de Katia. Mais plus de peur que de mal, heureusement!
Une grande victoire pour Elinor qui arrive enfin à lâcher suffisamment bien une main du guidon pour boire seule de sa gourde sans devoir s’arrêter ! Leya « vole » ou ondule des bras en lâchant les deux mains depuis le Canal Rhin Rhône sur lequel elle avait eu toute la latitude pour s’entraîner ! Depuis aujourd’hui, elle sait aussi prendre les virages sans les mains. Bientôt du vélo artistique pour elles aussi ?
Retour sur les lieux du crime à Tiengen, mais cette fois volontairement pour manger une glace et dormir.
Eine weitere Wechselschlacht zwischen Deutschland und Frankreich. Ein großer Schreck in einer Abfahrt, als der Hänger von Katia ins Schleudern geraten ist, aber bis auf den Schreck ist nichts weiter passiert.
Ein großer Erfolg für Elinor, die nun endlich eine Hand vom Lenker nehmen kann um selbst ihre Flasche aus den Halter zu holen, dann zu trinken und wieder reinstecken kann ohne stehenbleiben zu müssen! Leya « fliegt » oder flattert mit beiden Armen, da sie seit dem Rhein-Rhône-Kanal freihändig fahren kann. Seit heute fährt sie so auch Kurven. Sehen wir sie bald beim Kunstrad wieder?
Am Abend, zurück zum Ort des Verbrechens nach Tiengen, diesmal allerdings freiwillig um ein Eis zu essen und um zu schlafen.

Étape 26 — Etappe 26

Tengen — Lottstetten: 32km

Après avoir réussi à arracher les enfants de l’habitat participatif et un va-et-vient entre la Suisse et l’Allemagne, détour par les chutes du Rhin à Neuhausen en Suisse : beau spectacle assez impressionnant. Arrivée dans une famille avec quatre enfants qui respire la bonne humeur ; une de leur fille fait du cyclisme artistique, une discipline sportive trop peu connue par rapport à la maîtrise du corps et du vélo dont il faut faire preuve. Nous avons eu la chance d’assister à une partie de son entraînement (car nous étions curieux !) et avons été très impressionnés.
Nachdem wir die Kinder der Gemeinschaft entreißen konnten und eine Partie Grenzhopping zwischen der Schweiz und Deutschland gespielt hatten, haben wir einen Umweg über den Rheinfall in Neuhausen in der Schweiz gemacht, wo wir ein tolles Spektakel gesehen haben. Ankunft in einer sehr freundlichen und fröhlichen Familie mit vier Kindern, von der eine Tochter Kunstrad fährt — eine Sportart, die trotz der Körper- und Fahrradbeherrschung sehr wenig bekannt ist. Wir durften uns einen Teil des Trainings anschauen (denn wir waren neugierig) und waren sehr beeindruckt.

Une vidéo du club de Lottstetten. // Ein Video vom RV Lottstetten.

Natur- und Tiererlebnishof Opfingen

„Hat die Blume einen Knick, war der Schmetterling zu dick!“

Biodiversität auf dem Bauernhof? Ist die Rede von industrieller Landwirtschaft, ist es natürlich nicht der Fall; auf biologischen Bauernhöfen schon eher. Aber das Wort passt perfekt zum Natur- und Erlebnishof in Opfingen! Noch besser wäre es, wenn man dazu ein Adjektiv hinzufügt, wie zum Beispiel militantistische Biodiversität. Da klingt es am genauesten!

Denn ja, Biodiversität kenne ich im Grunde genommen. Aber das, wofür die Besitzerin dort täglich kämpft, ist viel mehr! Katharina hat mitten im Dorf einen Raum geschaffen, wo seltene und alte Bauernhofrassen den wichtigsten Platz haben, und gezüchtet, geliebt, vorgestellt, geschützt und… gerettet werden! Unser siebentägiger Aufenthalt bei ihr hat uns einen Teil der Biodiversität gezeigt, von dem wir nur wenig Ahnung hatten.

Seit Jahrzehnten hat die industrielle Landwirtschaft die Rassen nach Leistung gekreuzt und gezüchtet. Jedoch ist allgemein bekannt, dass Leistung stark mit Umsatz korreliert. Deswegen gibt es Eier aus Legebatterien und Hühner, die für ihr Fleisch getötet werden, bevor sie körperlich groß genug oder ausgewachsen sind; und beide sehen in ihrem leidvollen Leben weder Wiese noch Sonne. Dies lässt sich selbstredend leider auf andere Tiere übertragen. Die Fabrikhühner wurden wieder und wieder gekreuzt, damit sie rekordverdächtige Eierlegemaschinen werden, haben aber sonst keinen anderen Nutzen. Außerdem währt ihr nutzen nur kurz, sodass sie frühzeitig geschlachtet bzw. vernichtet werden. Andere müssen so schnell wachsen, dass ihr Fleisch keinerlei Geschmack oder Biss hat, was jeden skeptisch lässt, der mal ein Hähnchen von einem Bauernhof gegessen hat. Bei solchen Praktiken, die immer weiter bekannt sind, vergeht einem doch der Appetit.

Bevor es diesen Marktwettkampf gab, wählten die Bauern meist ihre Tiere nach Nutzvielfalt: Hühner, Gänse, Enten für die Eier UND für das Fleisch; Schafe für die Wolle UND für das Fleisch UND für die Milch; und so weiter.

Da bleiben sicherlich zwei Lösungen: sich vegan ernähren oder zu einer durchdachten, respektvollen und nützlichen Tierhaltung zurückkehren. Wir haben uns seit einiger Zeit für den zweiten Ansatz entschieden, da das wenige Fleisch, das wir essen, von bestimmten Orten kommen, von denen wir die Tierhaltebedingungen kennen. Auch auf diesem Hof hat man sich für die zweite Option entschieden. Die dortigen Tiere haben mindestens einen doppelten Nutzen und wurden explizit auf Grund der Kriterien lokale Herkunft, Urrasse und Bedrohtheit ausgesucht. So hat Katharina seit etwa zehn Jahren Sundheimer-Hühner, ursprünglich aus Baden und damals vom Aussterben bedroht. Heute sind sie nur noch unter Beobachtung und daher nicht mehr gefährdet. Und dies ist zum Großteil der Verdienst von dieser kleinen Frau, die leidenschaftlich ihre Arbeit vollbringt und bei der heute bis zu vierhundert Küken pro Jahr schlüpfen, in Verbindungen und mit der Unterstützung anderer Landwirte in ihrem Umkreis. Die Hühner haben gutes Fleisch, sind gute Brüter und außerordentlich zahm und sind daher eine ideale Rasse für Lehrveranstaltungen, in denen die Besucher die Tiere berühren und streicheln können, während sie der engagierten Rede zuhören, die einen Boycott der Fabrikhühner näherlegt.

Gleicher Kampf für die Pferde dieses pädagogischen Hofs. Katharina besitzt zwei Urpferderassen von Kleinpferden, die als selten eingestuft sind und von denen andere heutige Pferderassen abstammen, wie die Araber-Pferde, nämlich die Kaspischen Kleinpferde, gerettet durch den Einsatz einer Engländerin in den achtziger Jahren, nachdem sie schon als ausgestorben eingestuft worden waren, und Amerikanische Miniaturpferde.

Ähnlich geht es im Garten weiter. Katharina besorgt sich lokale Bio-Samen und sammelt, wenn möglich, die Samen ihrer eigenen Pflanzen am Ende des Jahres ein, um sie im folgenden Jahr zu vermehren. Ihr Wissen von Heil- und Wildkräuter, die manche als „Unkraut“ bezeichnen und bekämpfen, ist ebenso groß, und sie teilt es in Seminartagen mit anderen. Wir hatten viel Spaß dabei, uns mit ihr darüber auszutauschen, welche zu pflücken und zu kochen.

Falls ihr euch jetzt noch fragt, warum es so wichtig ist, alte und lokale Rassen zu erhalten, geben wir euch noch folgende Gründe:
– Teilhabe am Schutz des genetischen Erbguts und des biologischen Bestands sowie der Biodiversität, die hart auf Grund der Massenproduktion (sowohl bei der Tierhaltung als auch im Garten) stark in Mitleidenschaft gezogen wurde;
– Zucht von angepassten Tieren bezüglich Wetter-, Futter-, Raubtier- und Krankheitsbedingungen;
– Mehrfachnutzung von einer Tierrasse.

Damit die Wahl der Hühner beim nächsten Mal nach dieser Überlegung leichter wird, kann man sich entweder auf der französischen Seite https://www.poules-racesdefrance.fr/les-races/ oder dem deutschen Pendant http://www.g-e-h.de/index.php/die-geh1/rote-liste2 informieren.